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EU-Bauproduktenverordnung

Gemäß EU-Bauproduktenverordnung müssen Hersteller von Bauprodukten für diejenigen Bauprodukte, die von harmonisierten technischen Spezifikationen erfasst werden, eine Leistungserklärung erstellen.

Für Recycling-Baustoffe, die unter den Geltungsbereich einer harmonisierten europäischen Bauproduktnorm fallen, gilt diese Aussage ebenfalls, obwohl sie nach EG-Abfallrahmen-richtlinie und nationalem Abfallrecht weiterhin als Abfall (mit CE-Kennzeichen!) gelten.


CE-Kennzeichnung

Der Hersteller muss auf der Basis der Leistungserklärung eine CE-Kennzeichnung erstellen. Das CE-Kennzeichen ist gut sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Bauprodukt oder einem daran befestigten Etikett anzubringen. Falls das Produkt dies nicht zulässt, ist die CE-Kennzeichnung auf der Verpackung anzubringen.

CE-Kennzeichen nach DIN EN 13242 (nach Bewertungssystem 2+)(eventuell Link auf pdF?)


Rechtliche Aspekte zur CE-Kennzeichnung von Recycling-Baustoffen

Die BGRB hat sich stets zum Produktstatus von gütegesicherten Recycling-Baustoffen bekannt und ein Abfallende gefordert. Da trotz Bauprodukten-Verordnung sowohl national als auch auf europäischer Ebene die Recycling-Baustoffe bis auf weiteres als Abfall betrachtet werden, verfehlt die CE-Kennzeichnung von Recycling-Baustoffen eines der wesentliche Ziele der EU-Bauproduktenverordnung, nämlich die Schaffung eines europäischen Binnenmarktes für Recycling-Baustoffe, derzeit leider völlig.

Die BGRB fordert, die CE-Kennzeichnung an den Produktstatus für Recycling-Baustoffe zu koppeln. Solange güteüberwachten Recycling-Baustoffen der Produktstatus verwehrt wird, ist eine CE-Kennzeichnungspflicht dieser „Abfälle“ unverständlich.

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