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Der Umwelt zuliebe …

Abfall vermeiden

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Mit bis zu 200 Mio. Tonnen jährlichen Abfallaufkommen stellen mineralische Bau- und Abbruchabfälle, Straßenaufbruch sowie Böden den mit Abstand größten Abfallstrom in der Bundesrepublik Deutschland dar. Hierunter fallen ca. 70 Mio. Tonnen auf mineralische Bau- und Abbruchabfälle.

Im Jahr 1995 verpflichtete sich die Bauwirtschaft als erste Branche in Deutschland freiwillig gegenüber dem Bundesumweltministerium, binnen eines Zeitraums von zehn Jahren die Deponierung verwertbarer mineralischer Abfälle zu halbieren. Der unter dem Namen Kreislaufwirtschaft Bau agierende Zusammenschluss von Baustoff-, Bauwirtschafts- und Baustoff-Recycling-Verbänden veröffentlicht seitdem Monitoringberichte, die den Status des Baustoff-Recyclings in Deutschland belegen.

Die selbst gesteckten Ziele konnte deutlich übertroffen werden! 

Noch 1996 betrug die Menge der jährlich deponierten mineralischen Abfälle 75,3 Mio. Tonnen. Gemäß dem jüngsten Monitoringbericht wurden im Jahr 2010 nur noch 15,4 Mio. Tonnen mineralischer Abfälle beseitigt und somit die Deponierung mineralischer Abfälle innerhalb von 24 Jahren um ca. 80 % reduziert.

Kreisläufe schaffen

Durch das gütegesicherte mineralische Baustoff-Recycling wurde erreicht, dass mittlerweile über 90% der mineralischen Abfälle recycelt und wiederverwertet werden. 

So konnten gemäß dem jüngsten Monitoring-Bericht im Jahr 2010 in der Bundesrepublik Deutschland von 186,5 Mio. Tonnen mineralischer Abfälle (einschließlich Böden) über 90 % durch Recycling und Verwertung im Stoffkreislauf gehalten werden.
Hieran hat das Baustoff-Recycling mit einer Recycling- und Verwertungsquote von ca. 96 % der 53,1 Mio. Tonnen im Jahr 2010 angefallenen Bauschutts einen erheblichen Anteil. Von den 14,1 Mio. Tonnen Straßenaufbruch wurden 2010 sogar über 98 % recycelt oder der sonstigen Verwertung zugeführt.

Damit werden die Zielvorgaben sowohl der EG-Abfallrahmenrichtlinie als auch des Kreislaufwirtschaftsgesetzes jeweils mit einer Recyclingquote von mindestens 70 % bis zum Jahr 2020 bereits deutlich übertroffen.

Ressourcen schonen

Durch das Baustoff-Recycling werden die natürlichen Ressourcen und Landschaftsräume geschont. Anstelle des Abbaus von Primärrohstoffen erfolgt im Sinne des „Urban mining“ eine mineralische Rohstoffgewinnung durch Baustoff-Recycling aus dem Bauwerksbestand und durch eine Wiederverwertung von Böden.

Hierdurch werden nicht nur Primärrohstoffe eingespart sondern auch durch kürzere Transportentfernungen der Energieverbrauch sowie der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.